Lange hat’s gedauert, bis ich mal wieder was blogge! Jedoch war ich nicht faul, habe lediglich mit der Übersetzung meines Videoworkshops „7Steps“ zu tun gehabt. Nun geht’s hier wieder weiter!

Seven Steps Cover

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(c) 2017 uta grosskopf | photosphaere.org

Es ist nun eine Woche voller Unterrichtstermine bei mir vergangen. Ich habe jeden Tag unterrichtet, zwei neue Schüler, die absolute Anfänger sind mit den ersten Tönen „versorgt“ und dabei viel gelernt.

Für mich selbst habe ich gelernt, dass es gut ist, nie aufzuhören ein Anfänger zu sein. Unterrichte ich einen Anfänger, der zum ersten Mal in seinem Leben ein Saxophon in der Hand hat, werde ich mir selbst wieder bewusst, was es heißt Saxophon zu spielen. Ganz einfache Fragen: warum kommt da ein Ton raus und warum manchmal auch nicht? Wie sieht die richtige Haltung aus? Wie atme ich richtig? Vergegenwärtigt man sich das als fortgeschrittener Spieler oder gar Profi beim täglichen Üben?

Musik zu machen heißt: höre nie auf zu lernen, man darf immer üben und Neues entdecken! Als Musiker geht mir die Arbeit nie aus, die Entdeckungsreise hat kein Ziel an dem ich ankomme, höchstens Etappenziele.

Das muss ich mir selbst beim Üben immer wieder vergegenwärtigen und versuche das auch meinen Schülern zu vermitteln. Wir sind alle mal entmutigt, weil wir das Etappenziel schneller erreichen wollten. Ja ich kann in allem ein Problem sehen, was gerade mal nicht klappt. Ich bin jedoch dazu übergegangen mich eher zu fragen, warum etwas nicht klappt. Auf dem Weg zum „Klappen“ gibt’s viel zu entdecken und zu lernen.

Ich bin zwar kein Bergsteiger, dennoch sehe ich zum Musikmachen eine große Gemeinsamkeit: es geht nie direkt und steil nach oben. Mal geht’s hoch, dann kommt ein Plateau auf dem ich eine Zeit lang gehen musss, ohne höher zu steigen, dann wieder hoch. Kehre ich auf dem Plateau um und gebe auf, geht’s nicht weiter.

Und noch eins: vergleiche dich nicht mit anderen! Höre dir andere Musiker an und lerne!

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