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(c) uta großkopf @ photosphaere.org

In diesem Blog über Licks, habe ich es mir mal einfach gemacht. Als Saxophonlehrer oft gehörte Fragen meiner Schüler und Workshopteilnehmer habe ich schlicht einmal hier beantwortet. Ich hoffe, die Antoworten bringen auch dich weiter!

Kommentare sind gerne gesehen!

Was kann ich durch das Spielen und Üben von Licks lernen?

Du lernst den Sound eines Musikstils besser kennen. Natürlich genügt es nicht, einfach „nur“ die Licks der großen Improvisato

 

ren nachzuspielen. Du musst auch die entsprechende Musik hören.

Vergleiche es mal mit dem Lernen einer Sprache: wichtig ist nicht nur, dass du die Sprache zu sprechen lernst. Für die richtige Aussprache ist es unerlässlich , die Sprache aus dem Munde einer Muttersprachlerin zu hören.

Desweiteren hilft es dir wenig, wenn du ausschließlich Vokabeln und Grammatik paukst. Du wirst dich deshalb in der zu sprechenden Sprache nicht unbedingt unterhalten können.

Genauso verhält es sich mit Licks! Lerne musikalische Sätze deiner Vorbilder und forme danach deine eigenen musikalischen Sätze.

 

Warum sollte ich meine eigenen Licks kreieren? Ich will ja schließlich nicht immer das Gleiche spielen.

Egal, ob du gezielt an deinen eigenen Licks arbeitest oder nicht, es werden sich früher oder später deine eigenen Licks herauskristallisieren. Wir alle haben unsere musikalischen, technischen und sonstigen Vorlieben, die sich in unserem Spiel niederschlagen. Jeder von uns ist durch gewisse kulturelle Prägungen beieinflusst. Das gezielte Üben musikalischer Muster und Patterns wird dich sicher nicht zum Spielen der immergleichen Phrasen verleiten.

Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie du etwas übst. Ich persönlich bin immer dafür, soviele Tipps und Übmöglichkeiten zu präsentieren und zu erläutern wie möglich, dabei aber auch immer möglichst große musikalische Freiheit und Raum für Eigenes zu erhalten. Du musst dir diese Freihet auch einfach nehmen. Wir machen schließlich Musik und bearbeiten keine Steuererklärung!

Um meine eigenen Licksspielen zu können, muss ich erstmal Harmonielehre lernen.

Nein, musst du nicht! ….zumindest, wenn es nach mir geht! Egal, was du übst (auch bei Technikübungen), wichtig ist immer, das Musizieren im Auge zu haben. Spiele alle Themen so musikalisch wie möglich und habe stets im Ohr, wie, was, wo passen könnte. Wie könnte ich ein eben gespieltes Lick weiterführen? Wie würde das Pattern anders betont klingen? Nur so geht es dir ins Ohr und in Fleisch und Blut über.

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Mehr über das Üben, Spielen und Kreieren der eigenen Licks findest du hier:

LickWorkout – Das Hörlehrbuch

LickWorkout – OnlineSeminar