Seit über 20 Jahren unterrichte ich nun Saxophon und seit einigen Jahren auch Querflöte. In dieser gesamten Zeit gab es eine Fülle an Neuerungen für Gurte und Haltesysteme, neuartige Daumenhalter und was weiß ich nicht alles. Einige dieser Systeme habe ich ausprobiert, viele davon sind sehr gut, wenige halte ich für Quatsch. Aber darum soll es in diesem Blog nicht gehen. Denn egal welchen Gurt du benutzt, ist deine Haltung daneben, nützt dir das tollste „Saxophonistengeschirr“ nichts.

Die richtige Körperhaltung ist sehr wichtig für die Atmung, die Lockerheit und natürlich dein Wohlbefiinden während des Spielens. Viele Schüler (und es sind schon einige durch meinen Unterrichtsraum gegangen) meinen bei Schmerzen während des Spielens, einfach ein anderes, neuartiges Gurtsystem nutzen zu müssen und alles ist paletti. Doch nichts ist paletti: wenn due krumm in der Gegend rumstehst, dankt es dir dein Rücken sicher nicht, zumal du noch ein par Kilo um den Hals hängen hast.

Ega, welchen Gurt du dir um den Hals gehängt oder vor die Brust geschnürt hast, mache täglich folgende Übung:

  • Stehe gerade und entspannt
  • Beine im hüftbreiten Stand
  • lasse die Schultern hängen
  • halte den Kopf gerade, so als ob er an einer Schnur nach oben gezogen würde
  • Blick geradeaus
  • Oberkörper, Wirbelsäule gerade
  • Beine leicht gebeugt, d.h. ganz leicht in die Knie gehen
  • Gesichtsmuskeln entspannen (führt u.a. zu einem lockeren Ansatz)Und genau so bleibst Du jetzt ein paar Minuten stehen und atmest ganz normal. Bleib einfach so lange in dieser Position stehen, wie es für Dich okay ist.

Danach hängst du dir das Sax um den Hals und wiederholst Obiges!

Anschließend nimmst du das Sax in den Mund, als ob du spielen wollen würdest (was du nicht tust) und wuederholst obige Übung noch einmal.

Ich habe absichtlich keine Zeichnungen oder Photos der korrekten Körperhaltung eingefügt, da du selbst deinen Körper fühlen musst. Durch bildliche Darstellungen wirst du zu sehr davon abgelenkt.

Danach darfst du dann nach Lust und Laune deine Tonübungen, Technik und Songs spielen, bis der Nachbar an die Wand hämmert!

Viele Spaß!

P.S.: Diese und weitere Übungen, die wie alle täglich machen solltn, findest du auch in meinem eBook „SaxWorkout“.